Sonntag, 27. Juli 2008

wayne's interessiert

dieses service ist vorrübergehend eingestellt. hat eh nie wer gelesen. fotos gibts nach wie vor auf http://picasaweb.google.com/elementenfresser danke.

Montag, 26. Mai 2008

Bangladesh und warum es in Nepal viel geiler ist

Gestern, am Tag des Herrn, erreichten meine holde Maid wieder das geheiligte Land nach einer Woche in der heissen Hölle Dhakas, die mit ihren 15 Mio Menschen und 600.000 Rikschaws einen radikal darwinistischen Strassenverkehr in der Hauptstadt des dichtbevölkerten Staates der Welt bei dapfbadähnlichen 40° bildet. Nebst verhungernden Menschen vor futuristischen Regierungsgebäuden ist das Land perfekt um uns auf unsere Zukunft als Celebreties und Herrscher dieser noch zu unterwerfenden Latifundien vorzbereiten weil jeder Tourist dort etwas ziemlich aussergewöhnliches ist. Man wird von einer zähen Groupie-Masse umringt, fotografiert und von allen begafft sobald man öffentlichen Ruam betritt. Einige wenige trauen sich sogar mit den Worten "What is your country?" in Kontakt zu treten und eigentlich geht einem das ja nach dem zehnten oder so schon recht kräftig am Arsch vorbei, aber sie sind halt so lieb die ausgemärgelten Gsichter und man will ja keinen blöd sterben lasen und erklärt zum zwanzigsten mal, dass es AUSTRIA ind EUROPE ist und nicht das andere. Andere leden dich und deine Familie und deiner Kinder und Kindeskinder zum Tee ein, aber der Mann von Welt verabschiedet sich mit einem lässigen "Servus" um an der nächsten Ecke sein Geld an die beste aller Frauen weiterzugeben, die es dem Nachwuchs eines gliederlosen Körpers im Rollwagerl als Ersatz für die Familienbeihilfe zusteckt...Eigentlich recht schirch sowas...und jeden Abend ist man dehydriert am Ende seiner Kräfte wieder in seinem verlausten Hotelzimmer um sich von besagter besten Frau Kakerlaken vom Rücken kratzen zu lassen...Lang leben die 25° und unser feines Heim in Kathmandu, wo die Speisekarte neben Dhalbaht auch internationale Speisen wie Sushi und Schnitzel und Pizza und Steak bereithält und die Putze sich 2x mal die Woche die Finger wund schrubbt.

Sonntag, 11. Mai 2008

Mein schönstes Wochenenderlebnis

Also zuerst bin ich geflogen. Über den Wolken, höher als Vögel glaub ich. Naja und irgendwann sind wir dann nach einmal stehenbleiben in Nepal gelandet. Und da hat schon eine sehr sehr schöne Frau auf mich gewaret. Voll nett eigentlich. Obwohl die Mama immer gesagt hat, dass ich nicht mir Fremden mitgehen soll, hat sie mir ein Zimmer in ihrer riesigen schönen Wohnung gegeben und ich darf mich frei bewegen, was in Zeiten wie "na sperr sie halt weg" oder "immer noch besser als den Drogen verfallen" und nochdazu als Österreicher gar nicht mehr so selbstverständlich ist...Gestern waren wir im Wald und ich durfte das erste mal klettern. So richtig am Felsen. und heute hab ich unseren 2700m hohen Hausberg kennengelernt. Er heisst SHIVAPURI und ist ein ganz ein lieber und sehr zahm und zutraulich. Ich kenn wen der sagt, er läuft in 2 Stunden rauf und runter. Ganz schön wild. Naja. Letzte Woche waren wir bei den Gutmenschen zum Abendessen eingeladen und nach der Diskussion über die rising Foodprices und die armen Seelen die verrecken weil sie sich nix zum Fressen kaufen können wurde mit den Worten "speaking of food - does anybody want some dessert?" die Nachspeisen angepriesen... ich mein früher gabs messerscharfe Argumente gegen Aussagen wie "sollen sie doch Kuchen essen". Ich hab mich wohl auch ein bissl politsch unkorrekt verhalten, weil meine erste Aussage dieses Abends sich kritisch mit dem Nutzen und der Rechtfertigung des gesamten UN Systems auseinandergesetzt hat. Ich entschuldige mich an dieser Stelle für eventuelle entstandene Unannehmlichkeiten, ziehe alle Aussagen zurück um deren Gegenteil zu vertreten. Sehr netter Abend abgesehen von diversen Fauxpas wie "In-die-Suppe-rotzen", oder "Nasen und Ohren bohren und dann die gesammelten Werke verspeisen". Ach ja: Bettwäsche waren wir auch kaufen. SEHR fein. Die versammelte Belegschaft der Bettwäscheabteilung im Kaufhaus hat uns versichert, dass es für die hier anwesenden Überzüge keine passenden Decken gibt / das hier alles keine Überzüge sind. Die Bedeutung des gesprochenen englischen Wortes hier fällt aufgrund der willkürlichen Betonung oft der wüstesten Interpretation anheim. Auch nicht, oder erst recht nicht zu den oben verkauften Decken. Wir sind flux zu den Decken wo uns ebenso vehement erklärt wurde, dass es für keine dieser Decken hier Überzüge verkauft werden, auch nicht weiter unten im Kaufhaus. Die Frage ob es also hier nur Decken gäbe, für die kein einziger Überzug im Haus angeboten wird wurde mit ernster Miene kopfschüttelnd (das macht man hier so für "ja") bejaht. Wir amüsieren uns königlich und kaufen einfach eine der Decken und wappeln einen Stock tiefer zu den Überzügen und stellen die Belegschaft vor eine schier unpackbare Herausforderung. Nach 10 minütiger Argumentation steht die Abteilungsleiterin vor uns und wir beginnen wie wild alle Verpackungen aufzureissen und zerren das darin befindliche Tuch zwecks Grössenvergleich mit unserer eben erstandenen Decke aus allen Regalen um nach etwa weiteren 20 Minuten einen passenden Überzug zu finden. Alle lachen und gehen heim poppen. Über diesen Umstand herrscht jedoch Unklarheit. Naja. Und heute hab ich schon zum 2. mal gekocht und zwar so richtig grindig. ich schaffs seit 3 Wochen nicht genießbare Nahrungsmittel die sich sophitiziert über Erbsenreis erheben, zu produzieren. Das Fleisch heute muss irgend ein schircher Teil IM Hintern des Lamm Gottes Shiva gewesen sein. Morgen gibts wieder Erbsenreis. Und vielleicht Flugtickets nach Bangladesh. Weil die hab ich zum Muttetag bekommen. Total schön eigentlich.

Freitag, 2. Mai 2008

der neue Western "John Wayne in Nepal"

Aufgrund zahlreicher Beschwerden wird nun hier etwas von der nepalesischen Wahrheit preisgegeben. Das Empfangskomittee in Kathmandu war wunderschön und es hat mir die Sprache verschlagen beim Anblick meines geliebten Weibes, das ich auch ganz gern holde Maid nennen darf. Wir haben ein ziemlich cooles neues zu Hause mit vielleicht 110m² und 5 Zimmern und Küche und Gästetrakt und Dachterasse, wobei wir momentan aber eigentlich nur 2 Zimmer und die Küche wirklich verwenden. Es wir herrschaftlich in einem ruhigeren Teil von Kathmandu gewohnt wo leider trotzdem die Hunde die ganze Nacht heulen als würden sie vor die Hunde gehen. Wagt man sich einmal tiefer in die Stadt hinein ist dort tagsüber die Hölle los und ab 20.00 alles vollkommen ratzeputz leer. Die zu Verfügung gestellten Nahrungsmittel sind zumeist sehr abwechlungsreich und man kann von Österreichischem Backhendl über sehr gute Pizzas einer augewanderten Italienerin zu Steak im indischen Palast alles haben und bezahlt dafür meist zwischen 5 und 10€ mit Trinken und Nachspeise. Aber es geht auch anders. Ein teller Momos kostet bei der UNICEF Kantine 30 Cent. Und ein Gemüsecurry kann man daheim schon um die 50 Cent herstellen. Dafür zahl ich fürs Internet 90€/Monat für beschissene 128Kbs. Und ein tolles Rad kost auch gleich 300€, also nix was sich viele hier leisten können...

Wayne's interessiert hier die Adresse, die wahrscheinlich niemals Post zugestellt werden bekommt, weils erstens keine Briefträger gibt und diese zweitens die Briefe selber fressen würden. Ach ja, die Adresse: Ms Madengruber, 475 Dasharath Chand Marg Ward Nr 4, Baluwatar, Kathmandu, Nepal. Da die beste aller guten eheähnlichen Lebensgefärtinnen jeden Tag brav die UNICEF-Bank drücken muss um die tägliche Schüssel Reis anschaffen zu können, muss ich wohl auch ein bissl arbeiten. Rechts ist einer meiner temporären Arbteitsplätze zu sehen. Dank meiner neuen mobilen Kloschüssel kann man fast überall so fein arbeiten wie daheim auf der Dachterasse. Derweil gibts noch ein bissl gute alte österreichische Arbeit für mich und wenn ich sehr brav, fleissig und von Glück gesegnet bin, dann gibts auch noch länger was zu arbeiten . Wenn nicht dann muss ich mich halt hier nach einer dreckigen, staubigen unterbezahlten Tätigkeit wie etwa "Teppiche wenden" oder "Erdbeeren einzeln am Strassenreand verchecken (oida)" umsehen, um nicht in meinen bisher kläglich gesheiterten Meditationsversuchen zu enden und vielleicht nie wieder vom Mittagsschlaferl aufzuwachen...Aber wie auch immer, jetzt muss ich dann klettern gehn. So schaut die Welt aus.

Montag, 14. April 2008

heimaturlaub

alles sehr spanned. bin jetzt in österreich und ab nächsten samstag in nepal erreichbar. so schaut die welt aus.

Montag, 24. März 2008

meine vergangenen tiefseeabenteuer

gestern war ich falschrimspringen. und am tiefsten punkt des meeres ueberhaupt. ach ja, am monad war ich auch. echt. siehe fotos. sonst ist nix passiert ausser halt ein bissl wandern und tote kuehe grillen und drei tage booti fahrn. freu mich schon aufs heimkommen und vor allem auf nepal. ich gruesse an dieser stelle recht herzlich alle aus der 6b, meine eltern, meine schwester und die ganze familie und alle die mich kennen. besonderer dank gilt meinem baby das schon (gefaelligst) sehnsuechtig in nepal zappelt und sich wie ein seehund auf meine niederkunft freut. sie hat die zeit sehr brav ueberstanden und ist immer an meiner seite gewesen. darling, ich lebe dich.

Montag, 10. März 2008

south of nowhere island

also um es kurz zu machen, wir sind abgestuertzt. so iene kleine tschesn fuer 10 leute sollte uns von puntas arenas nach puerto williams bringen, aber leider sind die propeller irgendwann abgefallen und der himmel wurde ploetzlich rot und wir sind auf einer kleinen insel irgendwo am suedlichen ende der welt, kurz vor der antarktis abgestuerzt. schade. nachdem wir die toten am grill geworfen haben wurde gelst und ich durfte wegen meiner tollen "ueberlegens" campingausruestung alle anderen auch fressen, weil die ja eh im regen nass geworden waeren im regen. also ich geh da so rum auf der einsamen insel und find ein haus auf dem "restaurante", "english spoken" und "abierto" steht und ziehe und druecke und ruettle an der tuer und musste steinchen ans fenster werfen um ueberhaupt eingelassen und mit den klingenden worten "¿blablabla blabla?" begruesst zu werden. nach 2 minuten gehampel gabs dann statt einer karte ungefragterweise nur "essen" - das einzige menu. die hexe hat mich dann noch 20minuten vllgelabert von wegen polizei und ich hab ja nix verbrochen, bin dann aber doch unter angabe meiner geplanten marschrichtung "abmelden" gegangen. mit sack und pack und 20 kilo am buckel wappelte ich also mit einem hauch von landkarte ganze fuenf tage als einziger mensch durch die 1000m hohen berge der insel navarino am rande des abgrundes der scheibenwelt. so richtige wege gibt es hier nicht sondern mehr 2km weite anhaltspunkte und so bin ich 60km vllkommen weglos durch saftige wiesen, morastige suempfe, dichte urwaelder (DAS IST VIELLEICHT GSCHISSN) und immense steinhalden tagelang von jedem zivilisationszeichen entfernt gewatet um mein zelt und mein kocherlein taeglich an einem anderen bergsee aufzuschlagen. die bilder sind leider farblos und trocken im vergleich zum erlebten, also kann ich nur jedem ambitionierten wandersmann eine reise zu den wilden nach feuerland vorschlagen.


die primitiven bewohner dieser insel sind sehr freundlich, auch wenns ausser "wellblech aufs dach nageln" oder "alte verpleschen" wohl hier recht wenig zu tun gibt. das verlassen selbigen eilandes laeuft wie folgt ab: man stelle sich abends nach der zeit fuers pub"pub" an den hafen und schaue fuer 2-4 stunden recht interssiert und frage JEDEN seemann ob er denn mit seiner nussschale gedenkt fort zu fahren und gegen tausch schoener muscheln gewillt ist einen mitzunehmen. dieser antwortet in uebersetzter blabla-sprache "komm mal morgen wieder vorbei oder wenn das wetter besser ist oder leck mich doch" und mit etwas glueck erspart man sich die 5 km 2 grad warme schwimmstrecke in den norden zum anderen stamm die dann dafuer sogar eine busanbindung hat. also echt noch was fuer abendteurer.

Montag, 3. März 2008

ok, i can do better

vorweg: ich liebe alle daheimgebliebenen und das hier ist explizit nur ueber die pinguin-menschen.
hier im sueden patagoniens kann die darwinistische theorie anhand der seltenen spezies der "homo zurueckgeblibenensis" bzw der "homo regressivio" eindeutig wiederlegt werden. seitlich ist je eine skizze eines maennlichen und weiblichen exemplars abgebildet. bemerkenswert ist, dass jedes weibchen eine warze in irgendeiner form mitten in der fresse picken hat. vornehmlich gerne platzieren sich diese zierlichen mitessen von etwa 3 cm durchmesser auf der oberlippe oder allgemein im lippenbereich. die meisten maennchen saufen wie die loecher in ermangelung anregender weibchen und ueberhaupt irgendwelchen sinnvollen taetigkeiten. das durchschnittliche weibchen besteht aus rund 100kilo, was an der ausgewogenen ernaehrung und dem hauptnahrungsmittel "hamburguesa con mayo" liegt. auch die beliebten produkte der offenichtlich gesunden marke "nutra buen" tragen ihres dazu bei. das kann nicht am stoffwechsel liegen dass ALLE so sind!!!
ein gemischter salat besteht aus tomaten gemischt mit ein paar salatblaettern. ich mein - hier waechst auch ncihts. wenn diese kolonien (etwa 1000km von jeder zivilisation - pinguine in der antarktis als zivilisation ausgenommen) vom nachschub des mutterlandes per schiff abgeschnitten wuerden, gaebs nur mehr rote rueben, ein paar kuehe, gras und dreck auf die teller. erstaunlicherweise schaffen es nicht mal die kuestenstaedte FISCH in nennenswertren mengen auf den tisch zu bringen. erstaunlicherweise liegt der durchschnittliche mann mit etwa 80kilo weit unterhalb der kinderwerfenden weibchen, wobei es ihm aber an zurueckgebliebenheit nicht mangelt. wesen, die in erste welt laendern als arbeitsunfaehige sozialhilfeempfaenger vom system getragen werden, betreiben hier touristoffices. aber auch nur, weil die pinguine gerade NOCH ein bisschen belaemmerter sind. die koerperformen kann man leicht in 4 kategorien einteilen, wobei meist nur der kopf und die beine sich besinders vom rest abheben. die meisten sind sowohl auf die weibchen als auch auf die maennchen anzuwenden und lehnt sich in entfernter form an das modell "tonne" an. es ist weitgehend raetselhaft, warum sich die oertliche polulation selbst erhalten kann, wahrscheinlich schickt zentral-chile mitsamt der verdorbenen care-pakete auch immer ein paar findelkinder mit runter, damit hier irgendwer auch brav weiterhin die schiffe putzen kann und, hmm, ja ich glaub sehr viel mehr gibts dann auch hier nicht zu tun. morgen flieg ich noch weiter suedlich nach puerto williams. quasi ans ende der welt. dort kommt man nur mehr schwimmend hin, weil sich noch kein oeffentlicher verkehr ausgebildet hat, oder auch nur annaehernd lohnen wuerde. die abhaengigkeitskette vom norden wird dort fortgefuehrt - also kommen da unten nur mehr die komplett hirnverbrannten findelkinder hin. und die paaren sich dort wahrscheinlich auch schon mit pinguinen...

Kalt und immer kaelter

Ich weiss meine Blogs werden fad. Die viele schoene Landschaft und die netten Tierfotos...Acuh sehr kalt, auch sehr schoen. Ich wollt eine Studie ueber das Verhaeltnis der Einwohnerdichte und damit verbundener Inzucht ueber die Menschen schreiben, verbleibe jedoch aufgrund mangelnder Froehlichkeit und Bloedellaune, die ja bekanntlich am komplementaeren Platz dieses Erdballs weilt, mit freundlichen Gruessen und netten Fotos von Hunden, Pinguinen, Straussen und Adlern.

Sonntag, 24. Februar 2008

bergsteigen ist was fuer masochisten

Auch sehr schoen, auch sehr kalt.

Man wechselt vom stinkenden 6-Penner zimmer in ein 4* Hotel, mietet sich ein paar bergsteiger-sachen und huepft mal eben schnell ueber 3 tage verteilt ins basislager des normalweges auf 4300m. Dort wird ein bisschen ge-slack-lined, gebouldert und wenns grad mal plus-grade im zelt hat gewaschen. man gewohnt sich viele oede tage lang an die hoehe, hat immer weniger kopfweh und freut sich nach wenigen tagen wieder ueber 92% sauerstoff im blut - jahui: das muss doch was werden...doch dann beginnt der echte schmarrn.

man schlaeft fast jeden tag 500 meter hoeher. zu essen gibts nur mehr zucker und cookies. abends gibts manchmal paste mit ohne suace die man schon von haus aus gar nicht runterkriegt und schon gar nicht, wenn einem viel mehr nach kotzen als nach essen zu mute ist. jedes weitere hochlager macht dich fertig und du glaubst zu ersticken bei mehr als 20m bewegung...wasser holen wird zur qual. und ueberhaupt das trinken der 5 taeglichen liter...auf die huegenie wird ueberhaupt geschissen und weil wir dabei sind: die verdauung ist auch schon im arsch. also wer sich 2 wochen mal wo richtig scheisse fuehlen will suche einen 7000er zu besteigen. in der nacht hatten wir bis zu -18 grad wobei alles im zelt gefriert. sogar die lulu-flasche die man am morgen dann mit heissem wasser auftauen darf (kein vernuenftiger mensch zieht sich freiwillig bei den temperaturen 3,4 mal die nacht warme sachen zum pissen gehen an)

im hoechsten lager auf 6000m is es mir dann zu viel geworden. zu dem dem schon gewohnten "ich wurde grade verdaut" gefuehl und der immodium getragegen nicht-verdauung gesellten sich verlangsamte wahrnehmung, merklich verzoegerte entscheidungsfindung sowie leichte bewustseins-stoerungen wobei man sich etwa 50cm hinter der eigenen person empfindet...bei aller liebe leute. ich hab angst bekommen was weiter oben noch passiert. zudem fragt man sich wovon man eigentlich die letzte woche seinen koerper betrieben hat. ich bin ja nciht gerade mit viel reserven ausgestattet...jeden tag nur zucker-kekse, zucker-saftern, tee mit zucker und cafe mit zucker. ach ja, in manchen lynch-paketen war auch noch studentenfutter und abends gabs warmen mist (suppe mit reis) oder sogar pasta ohne sauce...

nicht zuletzt aus verantwortung meinen ungeborenen kindern sowie edelster erzeugerin derselben gegenueber hab ich beschlossen das abendteuer dort enden zu lassen und hab mir dadurch zudem die aertzlich zu behandeldenen frostbeulen der anderen an finger-, zehen- und nasenspitzen erspart und bin in edlem glanz vollkommen gesundet zurueck gekommen.

gluecklicherweise gabs nach dem abstieg ins basislager eine runde hamburger und cola und abends dann noch pizza zwecks revitalisierung, sonst war ich nicht mal von dem berg aus eigener kraft RUNTER gekommen...ab jetzt gibts wieder richtiges essen mit viel saftigem rindfleisch und fetten schweinshaxen. hmm.

Dienstag, 5. Februar 2008

wandern in la pampa

erstaunlich: die argentiniet bringen es fertig einen bus immer zum bersten zu fuellen. wenn man am sonntag mit der gesamten laendlichen bevoelkerung (60mann) im zum erdruecken gefuellten 40-plaetze-bus schwizend und heiss oeffentlich in die wildnis zum baden faehrt und annimmt, dass die rueckfahrt am montag gemuetlich wird, dann hat man nich damit gerechnet, dass am montag einfach ein entsprechend kleinerer bus mit 20 plaetzen fuer 40 reisegaeste kommt - damits auch ja immer recht kuschelig ist...

kurz: ja ich habe gesuendigt. ich bin unbescholten in den gespretten teil eines naturreservats gewandelt und hab mir gedacht, wo ich schon mal drin bin, kann ich auch hier bleiben, worauf ich mich vor fremden blicken und den freien pferden und seltenen voegeln versteckt hab um einen tag im paradies ie fuesse ins wasser zu haengen. am naechsten tag noch eine kleine aufwaermrunde (1 tag, 18km, 1000hm, 22kg rucksack, 40grad im schatten) fuer das naechst hoehere unterfangen (17 tage, 50km, 6962hm, 45kg gepaeck + esel, -20grad in der sonne) begangen und einen tag in der wueste "sierre de las quijadas" verbracht. auch sehr schoen. auch sehr heiss.

seltsam: hatte heute eine blinguale unterredung mit einem argentinier: er spanisch, ich englisch. ich glaub wir haben beide ueber gott und die entstehung der welt geredet, bzw ueber die wirkung grosser staedte auf deren einwohner...aber wer kann das im nachhinein schon so genau sagen...ausserdem scheint hier die sonne im norden...und dennoch gehen die menschen mit den fuessen unten und dem kopf oben...aber wer nicht - wie ich - alles aus der volksschle vergessen hat, wird das kaum wundern...

lustig: im bus von links nach "nicht ganz so weit links" wurde ein lustiger 30 jahre alter argentinischer film namens "sandro" (singender und tanzender geheimagent oder so)dargeboten, bei dem sandro eigentlich ausschliesslich etweder schwitzend und singend auf der buehne seinem scheinberuf nachging oder in der badehose und huefthohem roten bademantel-jackerl boesewichte verdroschen hat. zum schluss kam der dicker oberboese und wollte ihn - wie damals ueblich - unbeobachtet und unbewacht seinem sicheren tod durch langweiliges fernsehn und damit verbundenen stromstoessen uberlassen - leider konnte sandro entkommen und hat nach der errettung des weltgipfeltreffens wieder gesungen...

schlimm: ich hab immer noch das titellied im kopf...

Dienstag, 29. Januar 2008

spanisch ueberleben ohne spanisch = ueberleben

es ist erstaunlich was man alles an lebennotwendigen dingen erhaelt, wenn man nur recht hungrig dreinschaut und auf alle an einen gerichtete ansprachen si sagt und freundlich nickt. durch auswahl verfahren lernt der gewiefte informatiker dann sogar noch was: nicken und wie ein durstiger depp dreinschauen auf die frage "¿blabla, blabla bla blabla?...¿blablabla?" bringt einem ein himbeersafterl mitsamt dem tagesmenue ein...also wird blablabla wohl himbeersafterl oder so heissen! wieder was gelernt. gestern hab ich mir mit gewohner eloquenz der beginnenden menschheit und den auswendig gelernten worten "ich suchen fruehstueck" einen fleischbroken im semmerl und ein tasserl schwarzen kaffe er-hungrig-dreingeschaut. ein freundlicher fingerzeig gegen vorlage entsprechender barschaft und man kennt ploetzlich das wort fuer "apfel"...es wird ja langsam. ich haett doch in meinen spanischkurs gehen sollen...dann koennt ich jetzt zumindest ueber onkel, tante und deren bschaeftigung reden...zu essen koennt ich wahrscheinlich auch nix bestellen...abe der trick mit dem hungrig sein, funktioniert auch mit muede dreinschaun, heia-machen-spielen und "una person una noche" sagen ganz ausgezeichnet...die darauffolgende einweisung des spanischen personals noch nickend mit den worte "si si si" abtun und duschen gehn. langsam gewinn ich wieder oberhand. und ab morgen bin ich wieder goschert...

Sonntag, 27. Januar 2008

in die welt geworfen

heute ist mir der einzige anhaltspunkt zu meinem stern gestohlen worden. normalerweise ist so eine muetze, auch wenn sie noch so nett ist, ein leicht zu verkraftendes opfer, aber fuer mich war ulli geschenkte kofpbedeckung ein symbol fuer sie, fuer unsere gemeinsame zeit. und wenn das der einyige anhaltspunkt ist, wenn man allein au fder anderen seite der welt sitzt, kann das schon ein bisschen weh tun und man will dann am liebsten gleich einschauen und kopf in den sand stecken...so gedanken wie "immerhin nur die muetze und nicht den pass oder meine leber" kann man leicht mit ein bisschen zerfliessendem selbstmitleid umgehen. die letzten tage waren gepraegt durch voruebergehenden verlust der weltbesten frau der welt und 10 stunden tageszeit, sowie einem datumssprung. alles sehr aufruehrend. vor allem das allein sein macht mir zu schaffen. irgendwie scheint es total sinnlos fotos zu machen, zu essen oder ueberhaupt rauszugehen. der abschied in bangkok von ulli war sehr bitterlich und vieles an fleischlichen und seelischen nahtstellen wurde uns beiden rausgerissen. es fuehlt sich an wie das gegenteil supernova. total leer, aber ich glaub das wird der werten leserschaft zu detailiert. kurzum: ich lebe noch. sehr viel mehr freude bietet sich mir kaum. ich hoff das aendert sich mit den bergen die bald begangen sein werden. jetzt wo ich den weltbesten rucksack der welt wieder auf haenden trage...

ps.: ohne spanisch ist man hier ziemlich im arsch...
pps.: ich kann kein spanisch...

Dienstag, 22. Januar 2008

one night in bangkok

Auch sehr schoen, auch sehr heiss. Unser billiges backpacker-drogen-und-nutten-viertel in bangkok featured fast unter jedem hotel eine karaokebar die laute negermusik bis 4 uhr frueh aus schlechten boxen plaerrt. auf den zimmern stehen ausdrueckliche verbote, schwule und thai-nutten durch selbiges zu scheuchen und dennoch werden einem - trotz bildhuebscher begleitung der persoenlich besten frau - transvestiten und aufblasbare maedchenkoerper nachgeworfen...stellt sie die frage...auf deinem oder meinem ruecksitz...wodurch sich bizarre konstellationen mit altersdurchschnitten um die 50 ergeben...

wir geniessen teils traurig und melancholisch, teils ausgelassen heiter springend und freudig huepfend, die letzten verbleibenden gemeinsamen stunden getrennt vor dem computer. morgen abend nach einer zugekauften fusskaese-massage (eindeutige make-or-buy entscheidung) muss ich mein geliebtes weib zum abschied fuerhen um sie erst in gezaehlten 115 langen und herzensschweren tagen in nepal wieder in den arm schliessen zu koennen...ich fuerchte das wir beide nicht besonders tapfer sein werden und der flughafen in traenen versinken wird. ich bitte alle gewillten eine gedenkminute fuer unser bevorstehendes separation einzulegen und stossgebete an diverse gottheiten zu richten, damit die zeit recht flott und schmerzfrei verfliege. ueberhaupt...die verfliessgeschwindigkeit der zeit...aber das wuerde hier zu weit fuehren.

zudem ich brichte stolz, schon ein ganzes buch gelesen und phantastischen gedanken daran geknuepft zu haben! und schon bald werde ich meine gesammelten weisheiten der weltoeffentlichekit offenbaren. also unbedingt kucken wies weitergeht...

Dienstag, 15. Januar 2008

hauptsache gsund

letzte woche war von schwerster krankheit gepraegt. die beste der welt hat sich scheinschwangerschaft eingefangen und ich selbst lag mit dem rest aller bekannten krankheiten darnieder. ich war sogar ernsthaft malaria testen, bin aber haushoch durchgefallen...gleich nach erfolgter rekonvaleszenz wurden die ferilichkeiten anlaesslich unserer fleischwerdung als herrscher dieser armen primitvien wesen gefeiert und wir haben sie mit mindestens 10 geboten beglueckt, die ihre existenz und aussichtslosigkeit auf ein besseres leben weniger bedrueckend erscheinen lassen. diese sind bitte im fotoalbum nach zu lesen und bis freitag auswenig zu lernen! das wird geprueft. das ganze land weint bereits BITTERE traenen ob unserer abreise am 21.1. und eswerden ueberall emsig blumengestecke, kraefitge (palatschinken)buben und jungfrauen aufgeopfert, um uns doch noch umzustimmen und unsere sanften glieder hier wandeln zu lassen. aber wir bleiben hart. wir ziehen nach nepal!

Sonntag, 6. Januar 2008

wie daheim...

sehr schoen hier im vietnamesichen norden. kalt wie daheim. 5 grad - dafuer keine heizung. aber essen mit handschuhen im ueberdachten freien...aber wir alten schluchtenscheisser haben mit langen unterflacken vorgesorgt! als rache fuer unsere ueberlegenheit in bekleidungssachen haben mir dann die kaeltebedingten teilweise voll- bis halb debilen vorort ein glas warme kondensmilch statt des gewuenschten kleinen biers kredenzt. die weiteren tage verbrachten wir zu fuss, zu zug, zu bus, zu schiff, zu boot, zu ruderboot, zu kajak und zu moped teilweise an land und oder auch in der luft. abgesehen von allfaelligen durchfallenen naechten und isochronem todesnahem wimmern gehts uns beiden wie immer praechtig und wir fahren heute nach einer feinen feudal-kolonialistischen bootsfahrt (man stelle sich vor: eine romantische ruderbootsfahrt vorbei an herrlichen felskonstrukten angetrieben durch 2 je 100 jaehrige zahnlose erbsenzeahlerinnen gepeinigt von boesen blicken und staendigen rufen in wohl goettlich klingenden lauten wie "gemma, gemma, schneller rudern! wir bezahlen nicht 1 euro die stunde fuer euren kaffe-klatsch!", begleitet von einem freundlichen "servus du sitzpisser" gerichtet an alle vorbeisteuernden nussschalen) frohen mutes mit dem nacktbus in den waermeren seuden. servus die wadln.