Sonntag, 27. Juli 2008

wayne's interessiert

dieses service ist vorrübergehend eingestellt. hat eh nie wer gelesen. fotos gibts nach wie vor auf http://picasaweb.google.com/elementenfresser danke.

Montag, 26. Mai 2008

Bangladesh und warum es in Nepal viel geiler ist

Gestern, am Tag des Herrn, erreichten meine holde Maid wieder das geheiligte Land nach einer Woche in der heissen Hölle Dhakas, die mit ihren 15 Mio Menschen und 600.000 Rikschaws einen radikal darwinistischen Strassenverkehr in der Hauptstadt des dichtbevölkerten Staates der Welt bei dapfbadähnlichen 40° bildet. Nebst verhungernden Menschen vor futuristischen Regierungsgebäuden ist das Land perfekt um uns auf unsere Zukunft als Celebreties und Herrscher dieser noch zu unterwerfenden Latifundien vorzbereiten weil jeder Tourist dort etwas ziemlich aussergewöhnliches ist. Man wird von einer zähen Groupie-Masse umringt, fotografiert und von allen begafft sobald man öffentlichen Ruam betritt. Einige wenige trauen sich sogar mit den Worten "What is your country?" in Kontakt zu treten und eigentlich geht einem das ja nach dem zehnten oder so schon recht kräftig am Arsch vorbei, aber sie sind halt so lieb die ausgemärgelten Gsichter und man will ja keinen blöd sterben lasen und erklärt zum zwanzigsten mal, dass es AUSTRIA ind EUROPE ist und nicht das andere. Andere leden dich und deine Familie und deiner Kinder und Kindeskinder zum Tee ein, aber der Mann von Welt verabschiedet sich mit einem lässigen "Servus" um an der nächsten Ecke sein Geld an die beste aller Frauen weiterzugeben, die es dem Nachwuchs eines gliederlosen Körpers im Rollwagerl als Ersatz für die Familienbeihilfe zusteckt...Eigentlich recht schirch sowas...und jeden Abend ist man dehydriert am Ende seiner Kräfte wieder in seinem verlausten Hotelzimmer um sich von besagter besten Frau Kakerlaken vom Rücken kratzen zu lassen...Lang leben die 25° und unser feines Heim in Kathmandu, wo die Speisekarte neben Dhalbaht auch internationale Speisen wie Sushi und Schnitzel und Pizza und Steak bereithält und die Putze sich 2x mal die Woche die Finger wund schrubbt.

Sonntag, 11. Mai 2008

Mein schönstes Wochenenderlebnis

Also zuerst bin ich geflogen. Über den Wolken, höher als Vögel glaub ich. Naja und irgendwann sind wir dann nach einmal stehenbleiben in Nepal gelandet. Und da hat schon eine sehr sehr schöne Frau auf mich gewaret. Voll nett eigentlich. Obwohl die Mama immer gesagt hat, dass ich nicht mir Fremden mitgehen soll, hat sie mir ein Zimmer in ihrer riesigen schönen Wohnung gegeben und ich darf mich frei bewegen, was in Zeiten wie "na sperr sie halt weg" oder "immer noch besser als den Drogen verfallen" und nochdazu als Österreicher gar nicht mehr so selbstverständlich ist...Gestern waren wir im Wald und ich durfte das erste mal klettern. So richtig am Felsen. und heute hab ich unseren 2700m hohen Hausberg kennengelernt. Er heisst SHIVAPURI und ist ein ganz ein lieber und sehr zahm und zutraulich. Ich kenn wen der sagt, er läuft in 2 Stunden rauf und runter. Ganz schön wild. Naja. Letzte Woche waren wir bei den Gutmenschen zum Abendessen eingeladen und nach der Diskussion über die rising Foodprices und die armen Seelen die verrecken weil sie sich nix zum Fressen kaufen können wurde mit den Worten "speaking of food - does anybody want some dessert?" die Nachspeisen angepriesen... ich mein früher gabs messerscharfe Argumente gegen Aussagen wie "sollen sie doch Kuchen essen". Ich hab mich wohl auch ein bissl politsch unkorrekt verhalten, weil meine erste Aussage dieses Abends sich kritisch mit dem Nutzen und der Rechtfertigung des gesamten UN Systems auseinandergesetzt hat. Ich entschuldige mich an dieser Stelle für eventuelle entstandene Unannehmlichkeiten, ziehe alle Aussagen zurück um deren Gegenteil zu vertreten. Sehr netter Abend abgesehen von diversen Fauxpas wie "In-die-Suppe-rotzen", oder "Nasen und Ohren bohren und dann die gesammelten Werke verspeisen". Ach ja: Bettwäsche waren wir auch kaufen. SEHR fein. Die versammelte Belegschaft der Bettwäscheabteilung im Kaufhaus hat uns versichert, dass es für die hier anwesenden Überzüge keine passenden Decken gibt / das hier alles keine Überzüge sind. Die Bedeutung des gesprochenen englischen Wortes hier fällt aufgrund der willkürlichen Betonung oft der wüstesten Interpretation anheim. Auch nicht, oder erst recht nicht zu den oben verkauften Decken. Wir sind flux zu den Decken wo uns ebenso vehement erklärt wurde, dass es für keine dieser Decken hier Überzüge verkauft werden, auch nicht weiter unten im Kaufhaus. Die Frage ob es also hier nur Decken gäbe, für die kein einziger Überzug im Haus angeboten wird wurde mit ernster Miene kopfschüttelnd (das macht man hier so für "ja") bejaht. Wir amüsieren uns königlich und kaufen einfach eine der Decken und wappeln einen Stock tiefer zu den Überzügen und stellen die Belegschaft vor eine schier unpackbare Herausforderung. Nach 10 minütiger Argumentation steht die Abteilungsleiterin vor uns und wir beginnen wie wild alle Verpackungen aufzureissen und zerren das darin befindliche Tuch zwecks Grössenvergleich mit unserer eben erstandenen Decke aus allen Regalen um nach etwa weiteren 20 Minuten einen passenden Überzug zu finden. Alle lachen und gehen heim poppen. Über diesen Umstand herrscht jedoch Unklarheit. Naja. Und heute hab ich schon zum 2. mal gekocht und zwar so richtig grindig. ich schaffs seit 3 Wochen nicht genießbare Nahrungsmittel die sich sophitiziert über Erbsenreis erheben, zu produzieren. Das Fleisch heute muss irgend ein schircher Teil IM Hintern des Lamm Gottes Shiva gewesen sein. Morgen gibts wieder Erbsenreis. Und vielleicht Flugtickets nach Bangladesh. Weil die hab ich zum Muttetag bekommen. Total schön eigentlich.

Freitag, 2. Mai 2008

der neue Western "John Wayne in Nepal"

Aufgrund zahlreicher Beschwerden wird nun hier etwas von der nepalesischen Wahrheit preisgegeben. Das Empfangskomittee in Kathmandu war wunderschön und es hat mir die Sprache verschlagen beim Anblick meines geliebten Weibes, das ich auch ganz gern holde Maid nennen darf. Wir haben ein ziemlich cooles neues zu Hause mit vielleicht 110m² und 5 Zimmern und Küche und Gästetrakt und Dachterasse, wobei wir momentan aber eigentlich nur 2 Zimmer und die Küche wirklich verwenden. Es wir herrschaftlich in einem ruhigeren Teil von Kathmandu gewohnt wo leider trotzdem die Hunde die ganze Nacht heulen als würden sie vor die Hunde gehen. Wagt man sich einmal tiefer in die Stadt hinein ist dort tagsüber die Hölle los und ab 20.00 alles vollkommen ratzeputz leer. Die zu Verfügung gestellten Nahrungsmittel sind zumeist sehr abwechlungsreich und man kann von Österreichischem Backhendl über sehr gute Pizzas einer augewanderten Italienerin zu Steak im indischen Palast alles haben und bezahlt dafür meist zwischen 5 und 10€ mit Trinken und Nachspeise. Aber es geht auch anders. Ein teller Momos kostet bei der UNICEF Kantine 30 Cent. Und ein Gemüsecurry kann man daheim schon um die 50 Cent herstellen. Dafür zahl ich fürs Internet 90€/Monat für beschissene 128Kbs. Und ein tolles Rad kost auch gleich 300€, also nix was sich viele hier leisten können...

Wayne's interessiert hier die Adresse, die wahrscheinlich niemals Post zugestellt werden bekommt, weils erstens keine Briefträger gibt und diese zweitens die Briefe selber fressen würden. Ach ja, die Adresse: Ms Madengruber, 475 Dasharath Chand Marg Ward Nr 4, Baluwatar, Kathmandu, Nepal. Da die beste aller guten eheähnlichen Lebensgefärtinnen jeden Tag brav die UNICEF-Bank drücken muss um die tägliche Schüssel Reis anschaffen zu können, muss ich wohl auch ein bissl arbeiten. Rechts ist einer meiner temporären Arbteitsplätze zu sehen. Dank meiner neuen mobilen Kloschüssel kann man fast überall so fein arbeiten wie daheim auf der Dachterasse. Derweil gibts noch ein bissl gute alte österreichische Arbeit für mich und wenn ich sehr brav, fleissig und von Glück gesegnet bin, dann gibts auch noch länger was zu arbeiten . Wenn nicht dann muss ich mich halt hier nach einer dreckigen, staubigen unterbezahlten Tätigkeit wie etwa "Teppiche wenden" oder "Erdbeeren einzeln am Strassenreand verchecken (oida)" umsehen, um nicht in meinen bisher kläglich gesheiterten Meditationsversuchen zu enden und vielleicht nie wieder vom Mittagsschlaferl aufzuwachen...Aber wie auch immer, jetzt muss ich dann klettern gehn. So schaut die Welt aus.

Montag, 14. April 2008

heimaturlaub

alles sehr spanned. bin jetzt in österreich und ab nächsten samstag in nepal erreichbar. so schaut die welt aus.

Montag, 24. März 2008

meine vergangenen tiefseeabenteuer

gestern war ich falschrimspringen. und am tiefsten punkt des meeres ueberhaupt. ach ja, am monad war ich auch. echt. siehe fotos. sonst ist nix passiert ausser halt ein bissl wandern und tote kuehe grillen und drei tage booti fahrn. freu mich schon aufs heimkommen und vor allem auf nepal. ich gruesse an dieser stelle recht herzlich alle aus der 6b, meine eltern, meine schwester und die ganze familie und alle die mich kennen. besonderer dank gilt meinem baby das schon (gefaelligst) sehnsuechtig in nepal zappelt und sich wie ein seehund auf meine niederkunft freut. sie hat die zeit sehr brav ueberstanden und ist immer an meiner seite gewesen. darling, ich lebe dich.

Montag, 10. März 2008

south of nowhere island

also um es kurz zu machen, wir sind abgestuertzt. so iene kleine tschesn fuer 10 leute sollte uns von puntas arenas nach puerto williams bringen, aber leider sind die propeller irgendwann abgefallen und der himmel wurde ploetzlich rot und wir sind auf einer kleinen insel irgendwo am suedlichen ende der welt, kurz vor der antarktis abgestuerzt. schade. nachdem wir die toten am grill geworfen haben wurde gelst und ich durfte wegen meiner tollen "ueberlegens" campingausruestung alle anderen auch fressen, weil die ja eh im regen nass geworden waeren im regen. also ich geh da so rum auf der einsamen insel und find ein haus auf dem "restaurante", "english spoken" und "abierto" steht und ziehe und druecke und ruettle an der tuer und musste steinchen ans fenster werfen um ueberhaupt eingelassen und mit den klingenden worten "¿blablabla blabla?" begruesst zu werden. nach 2 minuten gehampel gabs dann statt einer karte ungefragterweise nur "essen" - das einzige menu. die hexe hat mich dann noch 20minuten vllgelabert von wegen polizei und ich hab ja nix verbrochen, bin dann aber doch unter angabe meiner geplanten marschrichtung "abmelden" gegangen. mit sack und pack und 20 kilo am buckel wappelte ich also mit einem hauch von landkarte ganze fuenf tage als einziger mensch durch die 1000m hohen berge der insel navarino am rande des abgrundes der scheibenwelt. so richtige wege gibt es hier nicht sondern mehr 2km weite anhaltspunkte und so bin ich 60km vllkommen weglos durch saftige wiesen, morastige suempfe, dichte urwaelder (DAS IST VIELLEICHT GSCHISSN) und immense steinhalden tagelang von jedem zivilisationszeichen entfernt gewatet um mein zelt und mein kocherlein taeglich an einem anderen bergsee aufzuschlagen. die bilder sind leider farblos und trocken im vergleich zum erlebten, also kann ich nur jedem ambitionierten wandersmann eine reise zu den wilden nach feuerland vorschlagen.


die primitiven bewohner dieser insel sind sehr freundlich, auch wenns ausser "wellblech aufs dach nageln" oder "alte verpleschen" wohl hier recht wenig zu tun gibt. das verlassen selbigen eilandes laeuft wie folgt ab: man stelle sich abends nach der zeit fuers pub"pub" an den hafen und schaue fuer 2-4 stunden recht interssiert und frage JEDEN seemann ob er denn mit seiner nussschale gedenkt fort zu fahren und gegen tausch schoener muscheln gewillt ist einen mitzunehmen. dieser antwortet in uebersetzter blabla-sprache "komm mal morgen wieder vorbei oder wenn das wetter besser ist oder leck mich doch" und mit etwas glueck erspart man sich die 5 km 2 grad warme schwimmstrecke in den norden zum anderen stamm die dann dafuer sogar eine busanbindung hat. also echt noch was fuer abendteurer.